Der Ölwechsel

Der Ölwechsel

Der Ölwechsel gehört zu den wichtigsten Wartungsarbeiten, die an einem Fahrzeug zu verrichten sind. Es ist eine Grundvoraussetzung, um die Langlebigkeit und Funktionstüchtigkeit Ihres Autos zu gewährleisten. In diesem Beitrag erklären wir Ihnen, wann und wie oft Sie einen Ölwechsel durchführen beziehungsweise durchführen lassen sollten, welche Kosten damit verbunden sind, welche Typen von Motoröl es gibt und welche Folgeschäden durch einen verpassten Ölwechsel entstehen können.

Inhaltsverzeichnis:

Warum der Ölwechsel so wichtig ist

Der Motor eines Autos läuft nur, wenn er mit sauberem Motoröl versorgt wird. Es fließt permanent durch den Motor und dient dazu, ihn von Asche, Ruß und Abrieb zu reinigen, und bewegliche Teile zu schmieren. Außerdem schützt es die Komponenten des Motors vor Korrosion und Überhitzung, es verlangsamt den Verschleiß und gewährt die Langlebigkeit des Motors. Beim Fahren eines Autos wird es, ähnlich wie Benzin, verbraucht und muss deswegen regelmäßig nachgefüllt werden.

In der Regel zeigt Ihnen eine Kontrollleuchte auf dem Armaturenbrett ihres Fahrzeugs, wann der Stand zu niedrig ist und Sie frisches Motoröl nachfüllen müssen. Um die volle Funktionstüchtigkeit und Langlebigkeit des Fahrzeugmotors sicherzustellen, sollte regelmäßig ein Ölwechsel stattfinden, bei dem das alte, verschmutzte Öl komplett abgelassen und die Ölwanne mit neuem, frischen Motoröl befüllt wird.

Wird der Ölwechsel vergessen, verschlechtert sich die Schmierfähigkeit des alten Öls, was zu einem Abriss des Schmierfilms, Folgeschäden und hohen Kosten führt.

Der Ölwechsel

Wie oft man einen Ölwechsel durchführen sollte

Der Ölwechsel eines Fahrzeugs muss in regelmäßigen Abständen erfolgen. Es empfiehlt sich, alle 20 000 Kilometer oder mindestens einmal pro Jahr das Motoröl auszutauschen. Wie oft Sie einen Ölwechsel durchführen sollten, hängt allerdings noch einmal vom spezifischen Fahrzeugmodell ab; die Information dazu finden Sie im Fahrzeughandbuch Ihres Autos. Des Weiteren kommt es auf Ihre Fahrweise und Fahrgewohnheiten an.

Bewegen Sie sich überwiegend im Stadtverkehr und legen meist nur kurze Strecken zurück, altert das Öl schneller, da es eher selten die optimale Betriebstemperatur erreicht. Auch das Fahren unter extremen Bedingungen wie mit sehr schweren Beladungen, Offroad-Fahren oder Motorsport verkürzen das Ölwechsel Intervall.

Ist Ihr Fahrzeug häufig solchen Umständen ausgesetzt, muss der Motor mehr arbeiten, erhitzt sich schneller und verbraucht und verschmutzt das Motoröl mehr. Ein Anzeichen für schmutziges Motoröl ist seine Farbe; die sie mithilfe des Ölmessstabs überprüfen können. Entfernen Sie dafür die Motorabdeckung und ziehen Sie den Ölmessstab heraus, reinigen Sie ihn mit einem Papiertaschentuch und stecken Sie ihn nur wieder hinein.

Nun holen Sie den Ölmessstab wieder heraus und reinigen ihn erneut mit einem Tuch. Beurteilen Sie jetzt die Farbe des Öls an dem Tuch. Sauberes Motoröl ist honigfarben, altes, schmutziges Öl hingegen ist dunkel bis schwarz. Es ist sinnvoll bei einem Ölwechsel immer gleichzeitig auch den Ölfilter auszutauschen, da auch dieser mit der Zeit verschleißt. 

Welches Motoröl braucht Ihr Auto?

Es gibt verschiedene Arten von Motoröl, die auf keinen Fall verwechselt werden dürfen. Welches Motoröl für Ihr spezifisches Fahrzeug am besten geeignet ist, entnehmen Sie bitte dem Fahrzeughandbuch.

Grundsätzlich unterscheidet man drei Arten: Mineralöl, Synthetiköl und teilsynthetisches Motoröl. Mineralöl wird aus Erdöl gewonnen und ist kostengünstiger als die anderen Öle. 

Synthetiköl ist hochwertiger und besser für den Motor, dafür allerdings auch etwas teurer. Zudem punktet es in den Aspekten Kälte- und Hitzebeständigkeit. Teilsynthetisches Motoröl besteht aus einer Mischung von Synthetik- und Mineralöl, ist etwas günstiger als Mineralöl und ähnlich leistungsstark wie vollsynthetisches Motoröl.

Der Typ des Motoröls wird gewöhnlich als ein Zifferncode angegeben, der die Klassifikation und Spezifikation angeben. Die Viskosität, also die Fließeigenschaft des Öls, wird nach SAE-Klassen (Society of Automotive Engineers) eingeteilt.

Bei dem Zifferncode SAE 5W-30 beispielsweise steht die Zahl vor dem W (für Winter) für die Fließeigenschaft des Motoröls bei Kälte; je niedriger die Zahl, desto besser kann das Motoröl bei Kälte fließen. Umgekehrt steht die Nummer nach dem W für die Fließeigenschaft des Öls bei einer Temperatur von 100 °C; je höher die Zahl, umso besser ist die Schmierfähigkeit bei Hitze.

Es gibt also verschiedene Ölklassen, die international Anwendung finden. Bitte beachten Sie, dass Sie immer das für Ihr Fahrzeug empfohlene Öl verwenden sollten.

Der Ölwechsel

Ölwechsel selbst durchführen

Die Kosten für einen Ölwechsel bei einer Fachkraft in der Werkstatt betragen etwa zwischen 50 und 150 €. Normalerweise dauert der Prozess, inklusive der Austausch des Ölfilters, nicht länger als eine Stunde. Allerdings können Sie das Motoröl auch selbst wechseln und damit Kosten sparen.

Sie sollten jedoch bedenken, dass fachgerechte Werkzeuge und meist eine Hebebühne erforderlich sind. Außerdem darf Motoröl unter keinen Umständen über den Abfluss oder gewöhnlichen Haushaltsmüll entsorgt werden, da dies verheerende Folgen für die Umwelt hat. In den meisten Werkstätten ist der Ölwechsel Teil der klassischen Fahrzeuginspektion, daher raten wir Ihnen, dieses Verfahren von einer ausgebildeten und ausgestatteten Fachkraft durchführen zu lassen. 

Was passiert, wenn Sie Ihr Motoröl nicht regelmäßig wechseln?

Ausreichend sauberes Motoröl ist essenziell, um die Langlebigkeit Ihres Fahrzeugs zu gewährleisten. Überprüfen Sie einmal im Monat den Ölstand, die Zähflüssigkeit und die Farbe des Motoröls, um sicherzugehen, dass alles in Ordnung ist. Ist das Öl cremefarben oder schaumig, könnte dies ein Anzeichen für ein Loch im Kühlmittelbehälter oder eine Wasserverunreinigung sein.

Muss eine Komponente ausgetauscht und ersetzt werden, bietet der Kauf von hochwertigen Gebrauchtteilen eine kostengünstige Alternative; auf Ovoko zum Beispiel finden Sie ein breites Sortiment erstklassiger original Ersatzteile.

Wenn es nicht rechtzeitig zu einem Motorölwechsel kommt, drohen eventuell folgende Schäden:

  • Überhitzung des Motors mit schweren Schäden wie Kolbenklemmern oder defektem Zylinderkopf
  • Leistungsverlust des Motors, reduzierte Beschleunigung, verminderter Drehmoment
  • Erhöhter Kraftstoffverbrauch und somit höhere Kosten
  • Verstopfung von Ölleitungen, Ölfilter und anderen Motorkomponenten durch abgelagerten Schmutz wegen verminderter Reinigungsfähigkeit
  • Schäden an anderen Motorkomponenten durch verminderte Schmierfähigkeit, defekte Dichtungen und Ventile
  • Ausfall des Motors und hohe Kosten für Austausch und Ersatzmotor 
Der Ölwechsel

Fazit

Der regelmäßige Motorölwechsel ist erforderlich, um die Funktionstüchtigkeit und Langlebigkeit des Motors und des gesamten Fahrzeugs zu gewährleisten. Der Ölwechsel bei einer Fachkraft ist kostengünstig und meist schnell erledigt; zudem bekommen Sie gleichzeitig den Ölfilter ausgetauscht, was von großer Wichtigkeit ist.

Im Fahrzeughandbuch erfahren Sie, wie oft der Ölwechsel an Ihrem Fahrzeug durchgeführt werden soll und welches Motoröl empfohlen wird. Nichtsdestotrotz ist es ratsam, etwa einmal pro Monat den Stand und die Beschaffenheit des Öls selbst zu überprüfen.

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